Freitag, 26. September 2014

Der Cotton Club Hamburg und der Altersschock

Auf meiner beginnenden Odyssee durch Hamburgs Kulturlandschaft führte mich mein Weg vor Kurzem in den "Cotton Club." Dort sollte ein Blues-Musiker namens Sven Ole Lüthke auftreten. Hm, Blues?! Eigentlich genau mein Fall. Musikalisch wurde ich auch nicht enttäuscht. Genau genommen, wurde ich eigentlich garnicht enttäuscht an diesem Abend. Die Musik war toll! Und auch die unangekündigte zweite Band "Memory Four" war garnicht mal schlecht.
Was mich jedoch stark irritierte, war der Altersdurchschnitt der anderen Gäste! Der lag ohne Übertreibung bei 55+ ... In der Tat war ich der einzige männliche Besucher unter 40 (wohl auch unter 50...) und es gab auch nur eine, immerhin recht attraktive, Frau, die ebenso deutlich unter 40 war und das Konzert mit ihrer Mutter(?) besuchte. Ok, nach dem ersten Schock war es mir eigentlich egal - doch sowas hatte ich nicht erwartet. Die Chance neue Bekanntschaften zu machen, musste ich allerdings begraben. Ich bevorzuge doch eher meine ungefähre Altersgruppe.

Nunja, vor dem Konzert war ich noch kurz in einer kleinen Kneipe quasi gegenüber des Clubs. Die beiden weiblichen Bedienungen sprachen Russisch und Ukrainisch miteinander. Ich fand es schön, den beiden zuzuhören, auch wenn ich nicht ein Wort verstanden habe. Eine von beiden wäre sogar mein Typ gewesen, optisch jedenfalls. Aber meine Smalltalk-Künste sind so zusagen nicht existent und somit fiel dieser aus. Und damit alles weitere, möglich oder unmöglich.



Ja, ich weiß. Ich brauche ein besseres Foto-Handy!

Bis denn dann.

Samstag, 20. September 2014

Ein Gedicht

Man kann mich wahrlich nicht als Poeten bezeichnen - das bedeutet aber nicht, dass ich nicht hin und wieder doch ein kleines Gedicht schreibe.

Für S

Ich spaziere durch die Stadt
Flüchte vor meinen wirren Gefühlen
Flüchte vor den zärtlichen Gedanken an dich
Flüchte vor der Angst, dass du mich nicht lieben wirst
Flüchte vor der Gewissheit, dass du mich nicht lieben darfst
Und doch treibt mich jeder Meter, jede Minute, jeder Tagtraum direkt in deine Arme
Ich möchte bei dir sein, dich ansehen und deine Nähe spüren
Ich möchte mich mit dir unterhalten, deinen Worten lauschen, dich mehr und mehr verstehen
Ich möchte dich berühren, dich erst zögerlich umarmen, dann leidenschaftlich küssen
Ich möchte dich lieben, für dich da sein, mit dir das Glück gestalten
Und doch weiß ich, es darf nicht sein. Ich darf dich nicht lieben. Und du darfst mich nicht lieben. Willst und kannst es wahrscheinlich nicht einmal.
Dennoch... auch wenn ich dich, es, nicht haben kann, wünsche ich dir das Beste auf Erden.

Freitag, 19. September 2014

Ideen folgen Taten

Guten Abend!
Darf ich mich vorstellen? Ich bin Karl. Aber das ist natürlich nur ein Pseudonym. Ich bin Jahrgang 1982 und ein Wendekind (falls das überhaupt von Bedeutung sein sollte). Man kann mit Recht behaupten, dass ich in einigen Bereichen zu sensibel und vom Leben überfordert bin. Ich habe seit 2013 ein Diplom in Erziehungswissenschaft und ... ja, das war es dann auch. Ich wohne nun schon fünf Monate in der Hamburger Umgebung, habe hier keine Freunde, erst recht keine Freundin und versuche nun irgendwie, mein Leben auf die Reihe zu bekommen.
Was soll das hier werden? Nun, die kurze Version ist: Ordnung in meinem Kopf schaffen, die Gedanken, die meinen Geist ins Chaos stürzen, strukturieren. Die lange Version ist: Alles niederschreiben, was mich im Leben beschäftigt und versuchen zu verstehen. Die Themen können dabei sehr vielfältig ausfallen - Liebe, Freundschaft, Arbeit, Philosophie, Politik... alles worauf man im Laufe eines Lebens halt so trifft. Widersprüchlichkeiten zwischen Denken und Handeln aufdecken, den Kampf zwischen Herz und Verstand analysieren, Anspruch und Realität erkennen, ... . Im Grunde möchte ich mich verstehen lernen und erkennen, wer ich bin und was ich wirklich will, was mir im Leben wichtig ist.
Folglich werden hier Geschichten aus meinem Alltag auftauchen, aus meiner Vergangenheit und ebenso einiges, das sich nur in meiner Fantasie abspielt.

Lasst die Spiele beginnen.

Bis denn dann - Karl